Mein Fazit zum Ledger Stax: Der Ledger Stax* ist ein schickes, sehr edel verarbeitetes Gerät, und sein E-Ink-Touchscreen macht die Eingabe sehr komfortabel und einfach. Am Ende macht er aber auch nicht mehr als ein Nano X. Für 399 € bezahlst du also vor allem für das Erlebnis.

Ich habe den Stax vorbestellt und war bei der ersten Auslieferung dabei. Für diesen Test habe ich ihn nach meinem Protokoll geprüft: Update, Einrichtung, Adressen am Gerät und Wiederherstellung.

Warnung

Keine Anlageberatung. Eine Hardware-Wallet schützt deine Coins vor Hacks bei Börsen und auf deinem Rechner, aber du bist dann selbst verantwortlich. Geht dein Backup verloren, sind deine Coins weg. Wann sich Selbstverwahrung lohnt, erkläre ich in Krypto sicher aufbewahren.

Was ist der Ledger Stax?

Der Ledger Stax kommt von Ledger aus Paris und kostet im Shop 399 € (Stand: November 2026). Er ist ungefähr so groß wie eine Kreditkarte, und sein E-Ink-Touchscreen zieht sich laut Ledger über die Vorderseite bis um die Kante. Die Auslieferung hat sich lange verzögert: Ledger hatte sie zunächst für 2023 angekündigt, die ersten Vorbestellungen gingen erst Ende Mai 2024 raus (Ledger).

Laut Ledger bringt er mit:

  • Display: 3,7 Zoll, E-Ink-Touchscreen, 400 × 670 Pixel, 16 Graustufen
  • Sicherheitschip: ST33K1M5 mit CC-EAL6+-Zertifizierung
  • Anschluss: USB-C, Bluetooth und NFC
  • Akku: rund 10 Stunden Betrieb, Laden per Kabel oder kabellos über Qi
  • Größe: 85 × 54 × 6 mm, 44,2 g
  • Lieferumfang: USB-C-Kabel, drei Blätter für deine Wiederherstellungswörter, Magnethülle und Ledger Recovery Key
Ledger Stax in aufgeklappter Magnethülle, auf dem Display ein Bild von Agaven in Graustufen
Die Magnethülle gehört beim Stax zum Lieferumfang · Quelle: Bild: Ledger

Steckbrief: Ledger Stax

Preis399 €
VerbindungUSB-C, Bluetooth, NFC
DisplayE-Ink-Touchscreen, 3,7 Zoll
TouchscreenJa
BluetoothJa
Secure ElementJa
Open SourceNein
Unterstützte Coins500
AkkuJa
Hersteller-SitzParis (FR)

Mein Test: Update, Einrichtung, Adresse und Wiederherstellung

Ich teste alle Hardware-Wallets nach demselben Protokoll: Echtheit prüfen, Wallet anlegen, eine Adresse am Gerät prüfen, das Gerät zurücksetzen und aus dem Backup wiederherstellen. Geld schicke ich dafür nicht hin und her, das läuft bei allen Geräten gleich.

Ledger Stax einrichten

Ledger Stax beim ersten Start, das E-Ink-Display zeigt den Schriftzug Ledger Stax und den Hinweis Tap to continue
Mein Ledger Stax beim ersten Start · Quelle: eigenes Foto

Du startest in der Ledger Wallet App und wählst dort dein Gerät aus. Nötig war bei mir ein Update, das in rund 2 Minuten einwandfrei durchlief. Die Einrichtung selbst hat rund 5 Minuten gedauert.

Ledger Wallet App mit der Frage, welches Gerät du verwendest, zur Auswahl stehen Stax, Flex, Nano Gen5, Nano S, Nano S Plus und Nano X
Die Geräteauswahl in der Ledger Wallet App ist für alle Modelle dieselbe · Quelle: eigener Screenshot aus dem Nano-X-Test, Stand 04.11.2026

Der Unterschied zu den kleinen Geräten liegt in der Eingabe: Statt dich mit zwei Tasten durch Buchstaben zu klicken, tippst du auf dem Touchscreen. Das macht die Eingabe sehr komfortabel und einfach. Wie du deine Wörter sicher aufbewahrst, steht in Was ist eine Seed Phrase?.

Ledger Stax mit Bildschirmtastatur auf dem E-Ink-Display bei der Eingabe des Gerätenamens, der Name ist unkenntlich gemacht
Eingabe des Gerätenamens über die Tastatur auf dem Touchscreen (Name unkenntlich gemacht) · Quelle: eigenes Foto

Adresse am Gerät prüfen

Die App zeigt dir eine Empfangsadresse, das Gerät zeigt sie auf seinem Display, und du vergleichst beide. Bei mir haben alle Adressen gepasst.

Wiederherstellung

Danach habe ich den Stax zurückgesetzt und aus den Wörtern wiederhergestellt. Das dauerte ähnlich lange wie die Neueinrichtung, und es erschien wieder dieselbe Adresse. Dein Backup funktioniert also auch ohne dein altes Gerät.

Ledger Stax bei der Wiederherstellung: Für Wort 1 sind die Buchstaben ou eingegeben, darunter stehen die Vorschläge outdoor, outer, output und outside
Eingabe der Wörter am Touchscreen, das Gerät schlägt passende Wörter vor (Beispiel, keine echte Seed Phrase) · Quelle: eigenes Foto

Verarbeitung, Touchscreen und Akku

Verarbeitung: Der Stax ist sehr edel verarbeitet und ein schickes Gerät. Hier bekommt er von mir auch seine beste Einzelnote.

Touchscreen: Die Bedienung ist intuitiv. Vom kleinen OLED-Display des Nano X ist das ein großer Schritt, gerade wenn du etwas eingeben musst.

Akku: Ledger nennt rund 10 Stunden Betrieb. Bei mir hält der Akku gefühlt ewig, mein Nano X muss nach längerer Pause dagegen erst ans Kabel. Der Stax lässt sich laut Ledger auch kabellos über Qi laden.

Handy: Der Stax verbindet sich per Bluetooth mit dem Handy. Am iPhone habe ich das selbst genutzt, Android wird laut Ledger ebenfalls unterstützt.

Sicherheit: Wie sicher ist der Ledger Stax?

Die Schlüssel liegen auf einem Sicherheitschip vom Typ ST33K1M5 mit CC-EAL6+-Zertifizierung. Das ist laut Ledger derselbe Chip wie im Nano S Plus* für 59 €, und eine Stufe über dem Chip des Nano X. Für mehr Sicherheit musst du also nicht den Stax kaufen. Jede Adresse und jede Transaktion bestätigst du am Gerät, auf dem großen Display liest du die Angaben aber leichter.

Nicht alles ist quelloffen. Der Code, der direkt mit dem Sicherheitschip spricht, bleibt bei Ledger geschlossen, weil der Vertrag mit dem Chiphersteller das so verlangt (Ledger). BitBox und Trezor gehen hier weiter.

Die Lücken von 2026: Am 27. August 2026 hat Ledger drei Lücken in Apps offengelegt. Für einen Angriff braucht es etwa Schadsoftware auf deinem Rechner oder einen manipulierten Dienst, außerdem musst du selbst bestätigen. Laut Ledger gibt es keine Hinweise auf eine Ausnutzung gegen Nutzer (Ledger Donjon). Halte die Apps auf deinem Gerät also aktuell, die Details stehen im Nano-X-Test.

Datenlecks: 2020 sind bei Ledger über eine Million E-Mail-Adressen abgeflossen, bei rund 272.000 Kunden auch Name, Anschrift und Telefonnummer (Ledger). Im Januar 2026 traf es Kundendaten beim Zahlungsdienstleister Global-e, nicht aber Seed Phrases oder Coins (The Register). Die Geräte waren beide Male nicht betroffen, wohl aber kam es zu Betrugsversuchen. Ledger fragt dich nie nach deinen 24 Wörtern. Wie solche Maschen aussehen, zeige ich in Krypto-Betrug erkennen.

Ledger Recover und Recovery Key: Der Recovery Key liegt dem Stax bei und ist laut Ledger ein privates Backup, das du per NFC an das Gerät hältst. Ledger Recover ist dagegen ein freiwilliger Bezahldienst. Beides habe ich im Test nicht genutzt.

Ledger Wallet und Coins

Der Stax läuft mit derselben Ledger Wallet App wie der Nano X, laut Ledger mit mehr als 500 Coins. Damit hat er auch dieselbe Schwäche: Die App ist mit Märkten, Tausch, Verdienen und Ledger Recover überladen, und zwischendurch erscheint Werbung für neue Geräte.

Einblendung in der Ledger Wallet App mit der Werbung für einen Touchscreen Signer und 20 Prozent Rabatt
Werbung für neue Geräte erscheint direkt in der App · Quelle: eigener Screenshot aus dem Nano-X-Test, Stand 04.11.2026

Ledger Stax, Flex, Nano Gen5 oder Nano X?

MerkmalStaxFlexNano Gen5Nano X
Preis399 €249 €179 €99 €
DisplayE-Ink-Touch, 3,7 ZollE-Ink-Touch, 2,8 ZollE-Ink-Touch, 2,8 ZollOLED, 1,1 Zoll, zwei Tasten
SicherheitschipEAL6+EAL6+EAL6+EAL5+
Akku laut Ledgerrund 10 Stundenrund 10 Stundenrund 10 Stundenrund 5 Stunden
Gewicht44,2 g57,5 g46 g34 g

Stand: November 2026, Angaben laut Ledger.

Getestet habe ich davon den Stax und den Nano X. Den Flex und den Nano Gen5 kenne ich nur aus den Angaben von Ledger. Für mich ist der Flex eine abgespeckte Version des Stax. Willst du einen Touchscreen und nicht 399 € ausgeben, schau dir diese beiden an.

Ledger Stax, BitBox02 oder Trezor Safe 3?

MerkmalLedger StaxBitBox02Trezor Safe 3
Note8,58,88,7
Preis399 €149 €59 €
Quelloffenteilweisejaja
BedienungTouchscreenBerührungsflächenzwei Tasten
iPhoneja, per Bluetoothnur mit der Novanur ansehen
Backup24 Wörter, Recovery KeymicroSD-Karte und 24 Wörter12, 20 oder 24 Wörter

Stand: November 2026, Noten aus meinen Tests, Angaben laut Hersteller.

BitBox02 und Trezor Safe 3 liegen vorn, weil sie quelloffen und deutlich günstiger sind. Der Stax gewinnt bei der Verarbeitung. Welches Gerät insgesamt vorn liegt, zeigt mein Hardware-Wallet-Vergleich.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Vorteil: E-Ink-Touchscreen, sehr komfortabel und intuitiv
  • Vorteil: Sehr edle Verarbeitung
  • Vorteil: Update und Einrichtung liefen problemlos, zusammen rund 7 Minuten
  • Vorteil: Akku hält bei mir gefühlt ewig
  • Vorteil: Sicherheitschip mit EAL6+

Nachteile

  • Nachteil: Teuer, 399 €
  • Nachteil: Macht am Ende auch nicht mehr als ein Nano X für 99 €
  • Nachteil: App überladen, Werbung für neue Geräte
  • Nachteil: Betriebssystem nicht vollständig quelloffen

Fazit: Für wen lohnt sich der Ledger Stax?

Der Ledger Stax* lohnt sich, wenn du ein besonders schönes Gerät möchtest und dir eine bequeme Eingabe den Aufpreis wert ist. Mir gefällt er, und die Bedienung ist sehr angenehm. Erhältlich ist er auch bei Amazon*.

Zum Aufbewahren deiner Coins brauchst du ihn aber nicht. Am Ende macht er auch nicht mehr als ein Nano X. Schaust du aufs Geld, nimm den Trezor Safe 3*, die BitBox02* oder den Ledger Nano S Plus.

Tipp

Kauf deine Hardware-Wallet direkt beim Hersteller oder bei einem offiziellen Händler, nie gebraucht. Bei Amazon achte darauf, dass Amazon selbst oder Ledger verkauft und nicht ein anderer Händler auf dem Marktplatz. Für deine 24 Wörter findest du im Seed-Backup-Vergleich passende Metallplatten.

Einzelnoten

  • Sicherheit (30 %)

    8,5/10

    Sicherheitschip mit EAL6+-Zertifizierung, und das große Display zeigt dir, was du bestätigst. Abzug, weil ein Teil des Betriebssystems nicht quelloffen ist, weil Ledger im August 2026 mehrere App-Lücken melden musste und weil Kundendaten 2020 und 2026 abgeflossen sind.

  • Bedienung (20 %)

    9/10

    Der E-Ink-Touchscreen macht die Eingabe sehr komfortabel und einfach, die Bedienung ist intuitiv. Das Update lief in rund 2 Minuten einwandfrei durch, die Einrichtung dauerte rund 5 Minuten.

  • Unterstützte Coins & Software (15 %)

    9/10

    Über die Ledger Wallet App laut Ledger mehr als 500 Coins. Das iPhone per Bluetooth habe ich selbst genutzt, Android wird laut Ledger unterstützt. Die App ist allerdings mit Handel, Verdienen und Werbung für neue Geräte überladen.

  • Verarbeitung (15 %)

    9,5/10

    Sehr edle Verarbeitung, ein schickes Gerät. Der Akku hält bei mir gefühlt ewig, die Magnethülle ist im Preis enthalten.

  • Preis-Leistung (10 %)

    5/10

    399 € sind viel Geld für ein Gerät, das am Ende auch nicht mehr macht als ein Nano X für 99 €. Du bezahlst für Display, Bedienung und Verarbeitung.

  • Backup & Wiederherstellung (10 %)

    8,5/10

    24 Wörter, die du am Touchscreen bequem eingibst. Die Wiederherstellung dauerte etwa so lange wie die Neueinrichtung und ergab wieder dieselbe Adresse. Der mitgelieferte Ledger Recovery Key ist ein weiterer Weg, den habe ich nicht getestet.