Ledger Flex oder Stax? Für mich ist der Ledger Flex* eine abgespeckte Version des Stax: gleicher Chip, ebenfalls ein E-Ink-Touchscreen, aber ein kleineres Display und 150 € weniger. Am Ende macht schon der Stax* nicht mehr als ein günstiger Nano X, deshalb ist der Aufpreis vor allem eine Frage von Display und Gehäuse.
Den Ledger Stax habe ich nach meinem Testprotokoll geprüft, mehr dazu in meinem Ledger Stax Test. Einen Flex besitze ich nicht, deshalb bekommt er von mir keine Note. Alles, was ich hier über ihn schreibe, stammt aus den Angaben von Ledger.
Warnung
Keine Anlageberatung. Eine Hardware-Wallet schützt deine Coins vor Hacks bei Börsen und auf deinem Rechner, aber du bist dann selbst verantwortlich. Geht dein Backup verloren, sind deine Coins weg. Wann sich Selbstverwahrung lohnt, erkläre ich in Krypto sicher aufbewahren.
Was ist der Ledger Flex?
Der Flex liegt in der Reihe von Ledger zwischen dem Nano Gen5 für 179 € und dem Stax für 399 €. Er kostet 249 € (Stand: November 2026) und bringt laut Ledger mit:
- Display: E-Ink-Touchscreen, 2,8 Zoll, 16 Graustufen, 480 × 600 Pixel, Gorilla Glass
- Sicherheitschip: ST33K1M5 mit CC-EAL6+-Zertifizierung
- Anschluss: USB-C, Bluetooth und NFC
- Akku: bis zu 10 Stunden normale Nutzung oder bis zu 150 Transaktionen
- Gehäuse: Aluminiumrahmen und Rückseite aus Kunststoff, 78,4 × 56,5 × 7,7 mm, 57,5 g
- Lieferumfang: USB-C-Kabel, ein Blatt für deine Wiederherstellungswörter und Ledger Recovery Key
Erhältlich ist er im Shop von Ledger* und bei Amazon*.

Ledger Flex, Stax und Nano Gen5 im Vergleich
| Merkmal | Nano Gen5 | Flex | Stax |
|---|---|---|---|
| Preis | 179 € | 249 € | 399 € |
| Display | 2,8 Zoll, monochrom, 300 × 400 Pixel | 2,8 Zoll, 16 Graustufen, 480 × 600 Pixel | 3,7 Zoll, gebogen, 16 Graustufen, 400 × 670 Pixel |
| Glas | kratzfestes Glas | Gorilla Glass | keine Angabe in den Shop-Daten |
| Gehäuse | Kunststoff | Aluminiumrahmen, Rückseite Kunststoff | Aluminium und Kunststoff, mit Magneten |
| Sicherheitschip | EAL6+ | EAL6+ | EAL6+ |
| Anschluss | USB-C, Bluetooth, NFC | USB-C, Bluetooth, NFC | USB-C, Bluetooth, NFC |
| Kabelloses Laden | keine Angabe | nein | ja, Qi |
| Magnethülle dabei | nein | nein | ja |
| Ledger Recovery Key | ja | ja | ja |
| Größe | 79,4 × 53,3 × 8,6 mm | 78,4 × 56,5 × 7,7 mm | 85 × 54 × 6 mm |
| Gewicht | 46 g | 57,5 g | 44,2 g |
Stand: November 2026, Angaben laut Ledger.
Was dir beim Flex gegenüber dem Stax fehlt
- Das große, gebogene Display: Der Stax hat 3,7 Zoll, die sich bis um die Kante ziehen. Der Flex hat 2,8 Zoll.
- Die Magnethülle: Beim Stax ist sie dabei, beim Flex steht sie nicht im Lieferumfang.
- Kabelloses Laden: Der Stax lädt auch über Qi, der Flex nicht.
Interessant ist, was der Flex nicht schlechter macht: Trotz des kleineren Displays hat er laut Ledger mit 480 × 600 Pixeln mehr Bildpunkte in der Breite. Dafür ist er mit 57,5 g schwerer und mit 7,7 mm dicker als der Stax mit 44,2 g und 6 mm.
Am Stax gefallen mir die sehr edle Verarbeitung und die intuitive Bedienung. Der Touchscreen macht die Eingabe sehr komfortabel und einfach, und das dürfte beim Flex ähnlich sein. Wie gut er sich in der Hand anfühlt, kann ich dir aber nicht sagen, ich hatte ihn nicht selbst in Gebrauch.
Flex oder Nano Gen5?
Für 70 € weniger bekommst du den Nano Gen5* mit derselben Displaygröße, demselben Chip und laut Ledger derselben Akkulaufzeit. Der Flex bietet dafür die höhere Auflösung und 16 Graustufen statt eines monochromen Displays, Gorilla Glass und einen Aluminiumrahmen statt Kunststoff. Mehr dazu steht in meinem Artikel zum Ledger Nano Gen5.
Sicherheit
Flex, Stax und Nano Gen5 haben laut Ledger denselben Sicherheitschip mit EAL6+. Der steckt auch im Nano S Plus für 59 €, beim Chip bringt der höhere Preis also keinen Vorteil. Was der große Touchscreen bringt: Transaktionen liest du leichter. Ledger wirbt hier mit Clear Signing und Transaction Check, das am Flex selbst habe ich nicht ausprobiert.
Das gilt für alle Ledger-Geräte:
- Nicht alles ist quelloffen: Der Code, der direkt mit dem Sicherheitschip spricht, bleibt bei Ledger geschlossen (Ledger). BitBox und Trezor gehen hier weiter.
- App-Lücken: Im August 2026 hat Ledger drei Lücken in Apps offengelegt und über App-Updates geschlossen (Ledger Donjon). Halte die Apps auf deinem Gerät also aktuell. Die Einordnung steht im Nano-X-Test.
- Datenlecks: 2020 und 2026 sind Kundendaten abgeflossen, die Geräte waren nicht betroffen. Danach kam es zu Betrugsversuchen. Ledger fragt dich nie nach deinen 24 Wörtern.
Was bei Flex und Stax gleich ist
- Ledger Wallet App: Beide verwaltest du mit derselben App, laut Ledger mit mehr als 500 Coins. Sie ist überladen, bei mir erschien darin Werbung für neue Geräte.
- Backup: 24 Wörter, dazu der Ledger Recovery Key, eine Karte, die du per NFC an das Gerät hältst.
- iPhone und Android: Beide verbinden sich laut Ledger per Bluetooth mit dem Handy. Am Stax habe ich das am iPhone selbst genutzt.
- Akku: Laut Ledger beide rund 10 Stunden. Beim Stax hält er bei mir gefühlt ewig.
Fazit: Für wen lohnt sich der Ledger Flex?
Der Ledger Flex* lohnt sich, wenn du einen Touchscreen mit besserem Display und hochwertigerem Gehäuse als beim Gen5 willst, ohne 399 € auszugeben. Erhältlich ist er auch bei Amazon*.
Willst du das edelste Gerät und ist dir der Preis egal, nimm den Stax*. Zum reinen Aufbewahren deiner Coins brauchst du beide nicht. Welche Geräte in meinem Test vorn liegen, zeigt der Hardware-Wallet-Vergleich.
Tipp
Kauf deine Hardware-Wallet direkt beim Hersteller oder bei einem offiziellen Händler, nie gebraucht. Bei Amazon achte darauf, dass Amazon selbst oder Ledger verkauft und nicht ein anderer Händler auf dem Marktplatz. Für deine 24 Wörter findest du im Seed-Backup-Vergleich passende Metallplatten.







