Lohnt sich der Trezor Safe 5? Für alle, die ihre Hardware-Wallet regelmäßig in die Hand nehmen, ja: Der Trezor Safe 5* ist mit seinem Farb-Touchscreen deutlich angenehmer zu bedienen als der Safe 3, und laut Trezor ist er von der Lücke nicht betroffen, die 2024 beim Safe 3 gemeldet wurde. Wer seine Coins dagegen einmal einlagert und dann jahrelang liegen lässt, bekommt mit dem Safe 3 für 59 € dieselbe Grundsicherheit und spart 70 €.
Ich nutze den Trezor Safe 3 seit November 2023 und habe ihn ausführlich nach meinem Testprotokoll geprüft, mehr dazu in meinem Trezor Safe 3 Test. Einen Safe 5 habe ich nicht selbst getestet. Alles, was ich hier über ihn schreibe, stammt aus den Angaben von Trezor. Wie sich die Unterschiede anfühlen, weiß ich aus fast drei Jahren mit dem Safe 3.
Warnung
Keine Anlageberatung. Eine Hardware-Wallet schützt deine Coins vor Hacks bei Börsen und auf deinem Rechner, aber du bist dann selbst verantwortlich. Geht dein Backup verloren, sind deine Coins weg. Wann sich Selbstverwahrung lohnt, erkläre ich in Krypto sicher aufbewahren.
Was ist der Trezor Safe 5?
Der Safe 5 ist das mittlere der drei aktuellen Modelle von Trezor, zwischen dem Safe 3 für 59 € und dem Safe 7 für 249 €. Er kostet 129 € (Stand: Oktober 2026) und bringt laut Trezor mit:
- Farb-Touchscreen: 1,54 Zoll, 240 × 240 Pixel, geschützt durch kratzfestes Gorilla Glass 3
- Spürbare Rückmeldung: Trezor nennt es „Trezor Touch“, das Gerät vibriert leicht, wenn du etwas bestätigst
- Secure Element mit EAL6+-Zertifizierung und quelloffene Firmware, wie beim Safe 3
- Anschluss: USB-C, dazu ein Steckplatz für eine microSD-Karte
- Gehäuse: Kunststoff mit Rückseite aus eloxiertem Aluminium, 65,9 × 40 × 8 mm, 23 g
- Lieferumfang: Gerät, USB-C-Kabel, zwei Karten für ein Backup mit 20 Wörtern, Kurzanleitung und Aufkleber
Den Safe 5 gibt es in Schwarz („Black Graphite“), Grün („Green Beryl“) und Violett („Violet Ore“) und als eigene Ausführung nur für Bitcoin. Erhältlich ist er im Shop von Trezor* und bei Amazon*.

Trezor Safe 5 und Safe 3 im Vergleich
| Merkmal | Safe 3 | Safe 5 |
|---|---|---|
| Preis | 59 € | 129 € |
| Display | 0,96 Zoll, monochrom, 128 × 64 Pixel | 1,54 Zoll, Farbe, 240 × 240 Pixel, Gorilla Glass 3 |
| Bedienung | zwei Tasten | Touchscreen mit spürbarer Rückmeldung |
| Secure Element | EAL6+ | EAL6+ |
| Lücke von 2024 (Lieferkette) | betroffen | laut Trezor nicht betroffen |
| Anschluss | USB-C | USB-C, microSD-Steckplatz |
| Gehäuse | Kunststoff, Rückseite aus Aluminium | Kunststoff, Rückseite aus Aluminium |
| iPhone | nur ansehen | nur ansehen |
Stand: Oktober 2026, Angaben laut Trezor.
Bedienung: Touchscreen statt zwei Tasten
Hier liegt der eigentliche Unterschied, und wie viel er ausmacht, habe ich beim Safe 3 selbst gemerkt. Mit den zwei Tasten des Safe 3 kommst du erstaunlich gut zurecht: Neue Wallet und PIN hatte ich in unter 3 Minuten eingerichtet, die Adresse am Gerät prüfen geht schnell. Mühsam wird es, sobald du am Gerät viel eingeben musst. Für die Wiederherstellung aus 12 Wörtern habe ich rund 5 Minuten gebraucht, weil du jeden Buchstaben mit den Tasten auswählst.
Beim Safe 5 tippst du Wörter, PIN und Passphrase auf dem Touchscreen wie auf einem Handy.

Das macht vor allem in drei Fällen einen Unterschied:
- Backup mit 24 Wörtern: Die Wiederherstellung dauert mit Tasten doppelt so lange wie mit 12 Wörtern.
- Passphrase: Wer eine zusätzliche Passphrase nutzt, gibt sie bei jedem Öffnen der versteckten Wallet ein. Mit zwei Tasten ist das auf Dauer lästig.
- Häufige Nutzung: Wer regelmäßig sendet, tauscht oder Staking nutzt, bestätigt öfter am Gerät. Das größere Display zeigt Adressen und Beträge übersichtlicher.
Wer dagegen einmal einrichtet und die Wallet danach kaum anfasst, wird die zwei Tasten kaum stören.
Sicherheit
Bei der Grundsicherheit gibt es keinen Unterschied: Beide Modelle haben ein Secure Element mit EAL6+-Zertifizierung, die Firmware ist bei beiden quelloffen, und jede Adresse und Transaktion bestätigst du am Gerät. Auch die Echtheitsprüfung der Trezor Suite ist dieselbe. Bei meinem Safe 3 hat sie sofort angeschlagen, als ich ein gebrauchtes Gerät als neu ausgab.
Einen Unterschied gibt es doch: Im November 2024 hat das Sicherheitsteam Donjon von Ledger Trezor gemeldet, dass sich beim Safe 3 einige Schutzmechanismen gegen manipulierte Geräte umgehen lassen, wenn ein Angreifer das Gerät mit Spezialwerkzeug in die Hände bekommt, bevor es bei dir ankommt. Der Safe 5 ist laut Trezor nicht betroffen, weil er einen neueren Chip nutzt, der gegen solche Angriffe widerstandsfähiger ist (Trezor).
Für die Praxis heißt das: Kaufst du direkt bei Trezor oder bei einem offiziellen Händler und machst die Echtheitsprüfung, ist auch der Safe 3 sicher. Wer das letzte bisschen Sicherheit will, nimmt den Safe 5.
Was bei Safe 3 und Safe 5 gleich ist
- Trezor Suite: Beide verwaltest du mit derselben App für Windows, macOS, Linux und Android, inzwischen auf Deutsch.
- Coins: Beide unterstützen laut Trezor Tausende Coins und Token.
- Backup: 12, 20 oder 24 Wörter oder ein geteiltes Backup in mehreren Teilen, dazu PIN und Passphrase.
- iPhone: Laut Trezor gehen auf dem iPhone bei beiden kein Einrichten, Senden oder Tauschen. Du kannst nur Kontostand und Verlauf ansehen (Trezor).
- Kein Akku, kein Bluetooth: Beide werden per USB-C angeschlossen.

Und der Trezor Safe 7?
Der Safe 7 für 249 € ist das Spitzenmodell. Er hat einen 2,5 Zoll großen Farb-Touchscreen, ein Aluminiumgehäuse, einen Akku und Bluetooth. Damit ist er das einzige Trezor-Modell, das du laut Trezor voll mit dem iPhone nutzen kannst. Wer kein Android-Handy hat und seine Wallet unterwegs bedienen möchte, kommt am Safe 7 kaum vorbei. Für alle anderen ist er zu teuer. Mehr dazu in meinem Artikel zum Trezor Safe 7.
Fazit: Für wen lohnt sich der Trezor Safe 5?
Der Trezor Safe 5* lohnt sich, wenn du deine Hardware-Wallet regelmäßig nutzt, eine Passphrase verwendest oder ein Backup mit 24 Wörtern hast. Dann spart dir der Touchscreen viel Fummelei, und du bekommst den neueren, gegen Manipulation besser geschützten Chip dazu. Erhältlich ist er auch bei Amazon*.
Willst du deine Coins einfach sicher einlagern und selten anfassen, reicht der Trezor Safe 3* für 59 €. Ich nutze ihn seit fast drei Jahren und habe den Touchscreen nie vermisst. Alle Details zu meinen Erfahrungen stehen im Trezor Safe 3 Test.
Tipp
Kauf deine Hardware-Wallet immer direkt beim Hersteller oder bei einem offiziellen Händler, nie gebraucht. Bei Amazon achte darauf, dass Amazon selbst oder Trezor verkauft. Schreib dein Backup auf Papier oder besser auf Metall und bewahr es getrennt vom Gerät auf.







