Lohnt sich der Ledger Nano Gen5? Für alle, die ihr Gerät regelmäßig in die Hand nehmen, spricht viel dafür: Der Ledger Nano Gen5* hat einen E-Ink-Touchscreen, auf dem du Transaktionen besser liest als auf dem kleinen Display des Nano X. Wer seine Coins dagegen nur einlagert und selten anfasst, spart mit dem Nano X* 80 €.

Den Nano X und den Ledger Stax habe ich nach meinem Testprotokoll geprüft, mehr dazu im Nano-X-Test und im Stax-Test. Einen Nano Gen5 besitze ich nicht, deshalb bekommt er von mir keine Note. Alles, was ich hier über ihn schreibe, stammt aus den Angaben von Ledger.

Warnung

Keine Anlageberatung. Eine Hardware-Wallet schützt deine Coins vor Hacks bei Börsen und auf deinem Rechner, aber du bist dann selbst verantwortlich. Geht dein Backup verloren, sind deine Coins weg. Wann sich Selbstverwahrung lohnt, erkläre ich in Krypto sicher aufbewahren.

Was ist der Ledger Nano Gen5?

Trotz des Namens ist der Nano Gen5 kein Gerät im USB-Stick-Format mehr, sondern ein flaches Gerät mit großem Display. Er kostet 179 € (Stand: November 2026) und bringt laut Ledger mit:

  • Display: E-Ink-Touchscreen, 2,8 Zoll, monochrom, 300 × 400 Pixel, kratzfestes Glas
  • Sicherheitschip: ST33K1M5 mit CC-EAL6+-Zertifizierung
  • Anschluss: USB-C, Bluetooth und NFC
  • Akku: bis zu 10 Stunden normale Nutzung oder bis zu 150 Transaktionen
  • Gehäuse: Rahmen und Rückseite aus Kunststoff, 79,4 × 53,3 × 8,6 mm, 46 g
  • Lieferumfang: USB-C-Kabel, drei Blätter für deine Wiederherstellungswörter und Ledger Recovery Key

Den Gen5 gibt es in Schwarz, Rot, Grün und Weiß. Erhältlich ist er im Shop von Ledger* und bei Amazon*.

Ledger Nano Gen5 in Schwarz, auf dem Display die Abfrage zum Signieren einer Bitcoin-Transaktion
Transaktionen bestätigst du beim Nano Gen5 direkt auf dem Touchscreen · Quelle: Bild: Ledger

Ledger Nano Gen5 und Nano X im Vergleich

MerkmalNano XNano Gen5
Preis99 €179 €
DisplayOLED, 1,1 Zoll, 128 × 64 PixelE-Ink, 2,8 Zoll, 300 × 400 Pixel
Bedienungzwei TastenTouchscreen
SicherheitschipEAL5+EAL6+
AnschlussUSB-C, BluetoothUSB-C, Bluetooth, NFC
Akkurund 5 Stundenbis zu 10 Stunden
Ledger Recovery Keyneinja
Größe72 × 18,6 × 11,7 mm79,4 × 53,3 × 8,6 mm
Gewicht34 g46 g
iPhonejaja

Stand: November 2026, Angaben laut Ledger.

Bedienung: Touchscreen statt zwei Tasten

Hier liegt der eigentliche Unterschied. Beim Nano X läuft die Einrichtung über zwei Tasten und ein sehr kleines Display. Das funktioniert, aber BitBox und Trezor haben mir dabei besser gefallen.

Wie sich ein E-Ink-Touchscreen von Ledger anfühlt, kenne ich vom Stax: Die Eingabe ist sehr komfortabel und einfach, die Bedienung intuitiv. Den Gen5 selbst habe ich nicht in der Hand gehabt. Sein Display ist kleiner als das des Stax und hat laut Ledger eine geringere Auflösung, übertragen lässt sich mein Eindruck also nur zum Teil.

Der Touchscreen hilft vor allem in drei Fällen:

  • Wörter eingeben: Bei der Wiederherstellung tippst du statt dich mit zwei Tasten durch Buchstaben zu klicken.
  • Transaktionen prüfen: Auf 2,8 Zoll passen Adresse und Betrag übersichtlicher als auf 1,1 Zoll.
  • Häufige Nutzung: Wer regelmäßig sendet und bestätigt, hat öfter mit dem Gerät zu tun.

Wer einmal einrichtet und die Wallet danach kaum anfasst, wird von diesem Vorteil wenig haben.

Sicherheit

Beim Chip liegt der Gen5 vorn: EAL6+ statt EAL5+. Die Stufe sagt aus, wie gründlich ein Chip geprüft wurde. Sie beweist aber nicht, dass ein Gerät im Alltag sicherer ist. Denselben Chip bekommst du auch im Nano S Plus für 59 €, deshalb ist er allein kein Grund für den Gen5.

Ledger wirbt beim Gen5 mit Clear Signing und Transaction Check: Das Gerät soll Transaktionen im Klartext anzeigen und vor gängigen Betrugsmaschen warnen. Ausprobiert habe ich das am Gen5 nicht.

Das gilt für beide Geräte gleich:

  • Nicht alles ist quelloffen: Der Code, der direkt mit dem Sicherheitschip spricht, bleibt bei Ledger geschlossen (Ledger). BitBox und Trezor gehen hier weiter.
  • App-Lücken: Im August 2026 hat Ledger drei Lücken in Apps offengelegt und über App-Updates geschlossen (Ledger Donjon). Halte die Apps auf deinem Gerät also aktuell. Die Einordnung steht im Nano-X-Test.
  • Datenlecks: 2020 und 2026 sind Kundendaten abgeflossen, die Geräte waren nicht betroffen. Danach kam es zu Betrugsversuchen. Ledger fragt dich nie nach deinen 24 Wörtern.

Was bei Nano Gen5 und Nano X gleich ist

  • Ledger Wallet App: Beide verwaltest du mit derselben App, laut Ledger mit mehr als 500 Coins. Sie ist überladen, bei mir erschien darin Werbung für neue Geräte.
  • Backup: 24 Wörter, dazu ist eine Passphrase möglich. Beim Gen5 kommt der Ledger Recovery Key dazu, eine Karte, die du per NFC an das Gerät hältst.
  • iPhone und Android: Beide verbinden sich laut Ledger per Bluetooth mit dem Handy. Am Nano X habe ich das am iPhone selbst genutzt.

Und die anderen Ledger-Geräte?

Der Ledger Flex für 249 € hat dieselbe Displaygröße wie der Gen5, aber laut Ledger eine höhere Auflösung, Gorilla Glass und einen Aluminiumrahmen. Der Stax für 399 € ist das Spitzenmodell. Am Ende macht er aber auch nicht mehr als ein Nano X. Wie sich alle Geräte schlagen, die ich selbst getestet habe, steht im Hardware-Wallet-Vergleich.

Fazit: Für wen lohnt sich der Ledger Nano Gen5?

Der Ledger Nano Gen5* lohnt sich, wenn du dein Gerät regelmäßig nutzt und dir einen Touchscreen wünschst, ohne 249 € oder 399 € auszugeben. Erhältlich ist er auch bei Amazon*.

Willst du deine Coins einfach sicher einlagern und selten anfassen, reicht der Nano X* für 99 €, ohne iPhone sogar der Nano S Plus für 59 €.

Tipp

Kauf deine Hardware-Wallet direkt beim Hersteller oder bei einem offiziellen Händler, nie gebraucht. Bei Amazon achte darauf, dass Amazon selbst oder Ledger verkauft und nicht ein anderer Händler auf dem Marktplatz. Für deine 24 Wörter findest du im Seed-Backup-Vergleich passende Metallplatten.