Meine Chain.report Erfahrungen in einem Satz: Chain.report* ist ein günstiges Krypto-Steuer-Tool mit vielen kostenlosen Funktionen und einem sehr guten Support, das im Test richtig rechnete, bei den Gebühren aber über die eigene Vorlage stolpert. Ich bin 2023 über mein Staking-Depot auf Chain.report gestoßen. Damals erzeugte der Import meiner Staking-Erträge bei CoinTracking so viele Transaktionen, dass ich ein teures Paket gebraucht hätte. Heute mache ich meine Steuer wieder komplett mit CoinTracking (zum CoinTracking-Test), Chain.report bleibt für mich aber eine gute Alternative.
Tipp
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Warnung
Keine Steuerberatung. Ich bin kein Steuerberater, sondern zeige dir meine eigenen Tests. Bei größeren Beträgen, DeFi oder gewerblichem Handel lass dich von einem Steuerberater beraten.
Was ist Chain.report?
Chain.report ist eine Software für Krypto-Steuern in Deutschland. Du legst deine Börsen und Wallets an, Chain.report holt die Transaktionen per Schnittstelle oder Datei, bewertet sie minutengenau mit Kursen von CoinMarketCap und erstellt daraus einen Steuerreport nach den deutschen Regeln. Ursprünglich kam das Tool aus der DeFiChain-Welt rund um den Staking-Anbieter Cake, den es unter seinem späteren Namen Bake inzwischen nicht mehr gibt. Heute deckt es nach eigenen Angaben über 500 Börsen und Wallets ab, inklusive Staking, Lending, Liquidity Mining und NFTs.
Betreiber ist laut Impressum die Clean Bytes LLC aus Fort Lauderdale in Florida, USA. Für Verträge gilt laut den AGB deutsches Recht. Wichtig ist das trotzdem: Dein Vertragspartner, dem du deine kompletten Krypto-Daten anvertraust, sitzt außerhalb der EU. Wer darauf Wert legt, findet mit CoinTracking (Deutschland) und Blockpit (Österreich) Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum.
Steckbrief: Chain.report
| Preis ab | 59 € pro Jahr |
|---|---|
| Kostenlose Transaktionen | 0 |
| Schnittstellen | 500 |
| Steuerreports für | DE |
| DeFi & NFT | Ja |
| Zugang für Steuerberater | Ja |
| Mobile App | Nein |
| Steueroptimierung | Ja |
| Sitz | Fort Lauderdale (USA) |
Mein Test: Rechnet Chain.report richtig?
Ich habe Chain.report mit demselben Testdepot geprüft wie CoinTracking und Blockpit: ein Verkauf teils nach und teils vor Ablauf der Haltefrist, Gebühren, ein Verlust, ein Tausch von Bitcoin in Ether und ein Staking-Ertrag. Weil meine Lizenz für das Steuerjahr 2023 gilt, habe ich alle Daten um zwei Jahre vorverlegt. Die Haltedauern bleiben dadurch gleich. Wie Haltefrist und FIFO funktionieren, erkläre ich in Krypto-Steuern in Deutschland.

Das Ergebnis im Steuerreport für 2023:
| Vorgang | Soll (von Hand) | Chain.report |
|---|---|---|
| Bitcoin-Verkauf, Teil innerhalb der Haltefrist (97 Tage) | +990 € | +980,00 € |
| Bitcoin-Verkauf, steuerfreier Teil (lang) | +4.980 € | +4.960,00 € |
| Ether-Verkauf mit Verlust | −1.000 € | −1.000,00 € |
| Tausch Bitcoin gegen Ether (233 Tage) | Wert der erhaltenen Ether minus 1.402 € | 847,99 € minus 1.404 € = −556,01 € |
| Staking-Ertrag | Wert bei Zufluss | 85,20 € |
Die Logik stimmt: Chain.report teilt den Bitcoin-Verkauf richtig in den steuerfreien und den steuerpflichtigen Teil, ordnet nach FIFO je Wallet zu, wertet den Tausch als Veräußerung und das Staking als sonstige Einkünfte. Auch der Bestand am Jahresende passt: 0,03 BTC und 1,55 ETH.

Die Stolperfalle: Gebühren in der Vorlage
Die Abweichungen von 10 € und 20 € sind die Gebühren, und zwar doppelt gezählt. In der CSV-Vorlage von Chain.report steht bei Trades sinngemäß: „Die Fee ist im Trade bereits verrechnet.“ Ich habe die Beträge deshalb inklusive Gebühr eingetragen, also „0,1 BTC für 7.010 €, davon 10 € Gebühr“. Chain.report zieht die Gebühr aber trotzdem noch einmal ab: Die Anschaffungskosten lagen bei 7.020 € statt 7.010 €, der Erlös bei 13.470 € statt 13.485 €.
Für die Praxis heißt das: Trag in der Vorlage den Betrag ohne Gebühr ein und die Gebühr in der eigenen Spalte. Bei Importen über eine Börsen-Schnittstelle stellt sich die Frage nicht, dort kommen die Daten im richtigen Format.
Import: Schnittstellen und CSV-Vorlage
Chain.report verbindet sich per Schnittstelle mit Börsen und liest Wallets über die Adresse aus. Für alles andere gibt es eine CSV-Vorlage, die du in jeder Wallet über „Daten importieren“ herunterlädst. Wichtig laut Chain.report: Öffne die Datei nicht mit Excel und speichere sie nicht darin, Excel verändert Trennzeichen und Datumsformat.

Gut gefällt mir, dass du in einem Konto beliebig viele Wallets anlegen kannst. Bei CoinTracking musste ich früher für getrennte Depots mehrere Konten anlegen und miteinander verknüpfen. Wer von CoinTracking wechseln will, kann seine Daten außerdem per API-Schlüssel übernehmen (Hilfe von Chain.report).
Staking und Lending
Chain.report ist aus der Staking-Welt entstanden, und das merkt man. Erträge aus Staking, Lending und Liquidity Mining erkennt das Tool und weist sie als sonstige Einkünfte aus, in meinem Testdepot die 85,20 € aus dem Staking. Mein damaliges Problem mit vielen kleinen Staking-Gutschriften hat Chain.report deutlich besser gelöst als CoinTracking. Für Staking und Lending ist es für mich heute nicht mehr die erste Wahl, aber eine gute Alternative. Wie Staking-Erträge versteuert werden, steht in Krypto-Steuern in Deutschland.
Haltefrist, Verkaufssimulator und Steuer-Check
Zwei Funktionen hat Chain.report anderen Tools voraus, weil sie im kostenlosen Konto enthalten sind. Die Haltefrist-Ansicht zeigt, welche Tranchen schon steuerfrei sind und wann die nächsten frei werden:

Zur Steueroptimierung bietet Chain.report außerdem einen Verkaufssimulator: Du spielst einen geplanten Verkauf durch und siehst vorher, welcher Gewinn oder Verlust steuerlich entsteht.
Der Steuer-Check im Bereich CleanUp sammelt alle offenen Hinweise je Steuerjahr, zum Beispiel fehlende Käufe oder unbekannte Coins. Erst wenn alles erledigt ist, meldet er „Dein Report ist sauber“. Das ist eine gute Hilfe, damit du nicht mit einem lückenhaften Bericht zum Finanzamt gehst.

Der Steuerreport
Mit einem Paket für das Steuerjahr kannst du beliebig viele Berichte erzeugen, auch nach Korrekturen. Der PDF-Bericht enthält eine Zusammenfassung, kurz- und langfristige Veräußerungen, Staking- und Lending-Erträge, Salden je Monat und alle Transaktionen. Dazu gibt es einen Export für WISO, der die steuerpflichtigen Verkäufe mit Kauf- und Verkaufsdatum, Kursen und Haltedauer enthält.
Anders als Blockpit nennt Chain.report im Bericht nicht die Zeilen der Anlage SO. Welche Zeile wofür gilt, erklärt Chain.report aber in seinem Wissensbereich, und in meinem Ratgeber Krypto-Steuern in Deutschland siehst du einen Ausschnitt der Anlage SO 2025.
Chain.report Kosten 2026
Wallets, Importe, Auswertungen und Haltefristen sind kostenlos. Für den Steuerreport kaufst du ein Paket je Steuerjahr. Es zählen nur die Transaktionen dieses Jahres.

| Paket | Transaktionen im Steuerjahr | Preis je Steuerjahr | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Investor | bis 5.000 | 59 € | Steuerreport, WISO-Export, 3 Herkunftsnachweise |
| Trader | bis 25.000 | 189 € | zusätzlich Chat-Support, CSV-Export |
| Professional | bis 350.000 | auf Anfrage | individuelle Unterstützung |
| Full Service | individuell | 89 € Anzahlung | Experten erstellen den Report nach Analyse und Angebot |
Stand: 21.10.2026, laut Preisangaben im Konto. Mit 59 € für bis zu 5.000 Transaktionen im Jahr ist Chain.report für die meisten Privatanleger das günstigste der getesteten Tools: CoinTracking verlangt 39 € für nur 200 Transaktionen und 129 € für 3.500, Blockpit 49 € für 50 und 99 € für 1.000 Transaktionen.
Interessant ist Chain.report inzwischen auch für Trader mit vielen Transaktionen: Das Paket Trader deckt für 189 € bis zu 25.000 Transaktionen im Steuerjahr ab. Bei Blockpit zahlst du für bis zu 10.000 Transaktionen 229 €, bei CoinTracking für 20.000 Transaktionen 219 € im Jahr.

Krypto-Steuer-Tool für Staking und Lending
Chain.report8,3/10
- Steuerreport ab 59 € je Steuerjahr
- Haltefristen kostenlos
- Schneller Support-Chat
10 % Rabattauf alle Pakete über meinen Link
Bedienung
Die Oberfläche ist modern und aufgeräumt. Das Dashboard zeigt Gesamtvermögen, unrealisierte Gewinne, Anzahl der Transaktionen und offene Hinweise, darunter Portfolio-Verlauf, Aufteilung und Staking-Erträge:

Die Transaktionsliste zeigt bei jedem Handel gleich Gewinn oder Verlust, und über „Mittelherkunft“ kannst du direkt aus einer Auszahlung einen Herkunftsnachweis erstellen. Einziger Kritikpunkt ist die missverständliche Vorlage für den manuellen Import.
Support
Den Support-Chat habe ich mehrfach genutzt und durchweg gute Erfahrungen gemacht: Die Antworten kamen meist innerhalb weniger Minuten und haben mir weitergeholfen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Dazu gibt es einen Hilfebereich mit Anleitungen für viele Börsen und typische Fehler.
Chain.report, CoinTracking oder Blockpit?
Alle drei Tools haben in meinem Testdepot die Steuerlogik richtig umgesetzt. Die Unterschiede:
| Merkmal | Chain.report | CoinTracking | Blockpit |
|---|---|---|---|
| Preis für 1.000 Transaktionen im Jahr | 59 € je Steuerjahr | 129 € im Jahr (Pro) | 99 € je Steuerjahr |
| Haltefrist-Ansicht | kostenlos | im Bericht | mit PLUS (3,99 € im Monat) |
| Gebühren im eigenen Import | ohne Gebühr im Betrag eintragen | Gebühr in den Betrag einrechnen | eigene Spalte, direkt richtig |
| Herkunftsnachweis | 3 je Jahr inklusive | ab Pro inklusive | ab 19,99 € je Bericht |
| Sitz des Betreibers | USA | Deutschland | Österreich |
Meine ausführlichen Tests findest du unter CoinTracking Erfahrungen und Blockpit Erfahrungen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Vorteil: Günstig, 59 € je Steuerjahr für bis zu 5.000 Transaktionen
- Vorteil: Auch für Trader günstig: 25.000 Transaktionen für 189 €
- Vorteil: Haltefrist-Ansicht und Steuer-Check kostenlos
- Vorteil: Stark bei Staking und Lending
- Vorteil: Drei Herkunftsnachweise je Steuerjahr inklusive
- Vorteil: Schneller, hilfreicher Support-Chat
Nachteile
- Nachteil: Vorlage für den Import bei Gebühren missverständlich
- Nachteil: Bericht ohne Zeilenangaben für die Anlage SO
- Nachteil: Betreiber laut Impressum eine Gesellschaft in den USA
- Nachteil: Weniger Schnittstellen als Blockpit
Fazit: Für wen lohnt sich Chain.report?
Chain.report ist das günstigste Steuer-Tool in meinem Test und bietet viel schon im kostenlosen Konto. Die Steuerlogik stimmte, den Fehler bei den Gebühren kannst du mit dem Wissen aus diesem Test leicht vermeiden.
Chain.report passt zu dir, wenn du ein günstiges Tool für einen Bericht im Jahr suchst, als Trader viele Transaktionen günstig auswerten willst, Staking- oder Lending-Erträge hast und einen schnellen Support schätzt.
Schau dir CoinTracking oder Blockpit an, wenn dir ein Anbieter aus der EU wichtig ist oder du einen Bericht mit Zeilenangaben für die Anlage SO möchtest.
Tipp
Über meinen Link bekommst du bei Chain.report* 10 % Rabatt auf alle Pakete.
Tipps für den Start
- Kostenlos anfangen: Leg Wallets an und importiere alles, bevor du ein Paket kaufst.
- Gebühren richtig eintragen: In der CSV-Vorlage den Betrag ohne Gebühr, die Gebühr in die eigene Spalte.
- Nicht mit Excel speichern: Bearbeite die Vorlage in einem Texteditor oder in Google Sheets.
- Steuer-Check abarbeiten: Erst wenn „Dein Report ist sauber“ erscheint, den Bericht erzeugen.
- Paket je Jahr wählen: Zähl nur die Transaktionen des Steuerjahres, nicht alle im Konto.
Einzelnoten
Import & Schnittstellen (25 %)
8/10Über 500 Börsen und Wallets laut Anbieter, dazu eine CSV-Vorlage für alles andere. Der Import meines Testdepots lief ohne Fehler. Die Vorlage sagt aber, die Gebühr sei „im Trade bereits verrechnet“, tatsächlich rechnet Chain.report sie noch einmal ab. Wer der Vorlage folgt, zählt Gebühren doppelt.
Richtigkeit der Berechnung (25 %)
8/10FIFO je Wallet, Haltefristen, Tausch, Verlust und Staking hat Chain.report im Testdepot richtig behandelt. Durch die doppelt gezählten Gebühren lagen Kosten und Erlöse um 10 bis 20 € daneben, das geht auf die missverständliche Vorlage zurück.
Bedienung (15 %)
8,5/10Moderne Oberfläche mit Dashboard, Haltefrist-Ansicht und einem Steuer-Check, der offene Hinweise vor dem Bericht aufräumt. Die Haltefrist-Ansicht gibt es schon im kostenlosen Konto.
Steuerberichte (D-A-CH) (15 %)
8/10PDF-Bericht mit Zusammenfassung, kurz- und langfristigen Veräußerungen, Staking-Erträgen, Salden und allen Transaktionen, dazu ein Export für WISO. Die Zeilen der Anlage SO nennt der Bericht nicht direkt.
Preis-Leistung (10 %)
8,5/1059 € je Steuerjahr für bis zu 5.000 Transaktionen, das reicht für die meisten Anleger. Drei Herkunftsnachweise im Jahr sind dabei, Wallets, Auswertungen und Haltefristen sind kostenlos.
Support (10 %)
9,5/10Den Support-Chat habe ich mehrfach genutzt, die Antworten kamen meist innerhalb weniger Minuten und haben mir weitergeholfen.





