Der Finanzfluss Copilot hat die besten Importfunktionen aller Portfolio-Tracker, die ich getestet habe. Mein Depot war in wenigen Minuten automatisch verbunden, und sogar Kraken lässt sich per API anbinden. Insgesamt gefällt mir der Copilot gut und landet in meinem Test direkt hinter Parqet. Weniger schön: Mit Haushaltsbuch, Budgets und den vielen Versicherungsthemen ist er ziemlich überladen.
In diesem Test zeige ich dir meine Finanzfluss Copilot Erfahrungen, was Free und Plus kosten, wie sicher der Copilot ist und wie er sich gegen Parqet und Getquin schlägt.
Was ist der Finanzfluss Copilot?
Der Copilot ist der Portfolio-Tracker von Finanzfluss, dem bekannten Finanz-Kanal von Thomas Kehl und Arno Krieger. Betreiber ist die Finflow GmbH aus Berlin. Laut Finanzfluss nutzen über 100.000 Anleger den Copilot, im Browser und als App für iOS und Android (Stand November 2026).
Wie jeder Portfolio-Tracker kauft der Copilot nichts für dich. Er sammelt deine Depots, Konten und Kryptowährungen an einem Ort und zeigt dir Vermögen, Rendite und Aufteilung. Dazu kommen ein Haushaltsbuch für Einnahmen und Ausgaben, Budgets und seit Kurzem ein eigener Bereich für Versicherungen.
Steckbrief: Finanzfluss Copilot
| Bezahl-Tarif ab | 5,83 € pro Monat |
|---|---|
| Kostenloser Tarif | Ja |
| Broker mit Autosync | 350 |
| Krypto-Börsen automatisch | Ja |
| Dividenden-Tracking | Ja |
| Steuer-Auswertung | Ja |
| Mobile App | Ja |
| Sitz | Berlin (DE) |
Anmeldung und Import: das Highlight
Nach der Anmeldung klickst du auf „Hinzufügen“ und wählst deinen Anbieter. Laut Finanzfluss werden über 350 Banken, Broker und Kreditkarten automatisch unterstützt, darunter Scalable Capital, Trade Republic, comdirect, DKB, ING, Consorsbank, flatex und Smartbroker+.

Für jeden Anbieter hast du bis zu fünf Wege:
- Automatisch: Konto verbinden, Transaktionen kommen von selbst. Das empfiehlt der Copilot.
- Datei hochladen: Der Copilot erkennt Buchungen in deinen Dokumenten selbst, nur für Depots.
- PDF: Abrechnungen hochladen.
- CSV: Exporte hochladen, etwa bei Trade Republic.
- Manuell: Käufe von Hand eintragen.

Bei mir lief der Import völlig problemlos: Depot ausgewählt, Zugangsdaten eingegeben, und nach kurzer Zeit standen alle Käufe, Verkäufe und Ausschüttungen im Copilot. Im direkten Vergleich sind die Importfunktionen deutlich besser als bei Parqet und Getquin, sowohl bei der Zahl der Anbieter als auch bei den Wegen, wie die Daten hineinkommen. Spannend: In der Auswahl steht sogar eine Parqet-Integration, wer von Parqet umsteigen will, muss also nicht von vorn anfangen.
Analyse und Dividenden
Im Bereich Investments siehst du deine Positionen, die Entwicklung über die Zeit und eine Analyse nach Anlageklassen. Mit dem Reverse Breakdown schlüsselt der Copilot deine Fonds und ETFs in ihre Bestandteile auf. Dazu gibt es Kennzahlen wie die zeitgewichtete Rendite (TWROR) und den internen Zinsfuß sowie einen eigenen Bereich für Steuern.

Bei den Dividenden siehst du kostenlos, was ausgeschüttet wurde. Dividendenkalender, Prognosen, Dividendenrendite und den Vergleich mit einem Index schaltet aber erst Copilot Plus frei. Parqet zeigt das Dividenden-Dashboard schon im kostenlosen Tarif.

Krypto-Tracking: besser als bei der Konkurrenz
Hier punktet der Copilot gegenüber Parqet und Getquin: Er unterstützt auch Krypto-Börsen für den automatischen Import, unter anderem Kraken und Bison. Bison bindest du wie ein Depot an, Kraken per API-Schlüssel. Wer lieber nichts verbindet, trägt Käufe von Hand ein. Andere Coins legst du unter „Krypto“ über Name oder Ticker an, mit Datum, Anzahl und Kurs. Die aktuellen Kurse kommen dann automatisch.

Zum Testen habe ich Bitcoin von Hand angelegt. Das ging schnell, der Copilot zeigt danach Kurs, Wert, Einstand und Gewinn wie bei jeder Aktie.

Grenzen gibt es trotzdem: Hardware-Wallets, DeFi und Staking deckt der Copilot nicht ab, und einen Steuerbericht für Krypto erstellt er nicht. Wer viele Coins auf mehreren Börsen und Wallets hat, nimmt für Krypto weiterhin CoinTracking*, mehr dazu in meinen CoinTracking-Erfahrungen.
Haushaltsbuch, Budget und Versicherungen
Neben dem Depot kann der Copilot auch dein Girokonto auswerten. Im Bereich Budget siehst du Einnahmen, Ausgaben, Saldo und gespartes Geld pro Monat, dazu ein Sankey-Diagramm, das zeigt, wohin dein Geld fließt. Die Sparquote gibt es nur mit Plus.

Genau hier wird es mir zu viel: Auf fast jeder Seite erscheint ein Hinweis „Krankenversicherung hinzufügen“, dazu kommt der neue Reiter Versicherung. Finanzfluss betreibt mit der Finanzfluss Versicherungsservice GmbH eine eigene Gesellschaft für Versicherungsvergleiche, das erklärt den Fokus. Wer nur sein Depot sehen will, muss die Hinweise immer wieder wegklicken. Mit Haushaltsbuch, Budgets und Versicherungen ist der Copilot ähnlich überladen wie Getquin.
Die Copilot App
Den Copilot gibt es im Browser und als App für iOS und Android. Den QR-Code für die App zeigt dir der Copilot direkt in der Seitenleiste. Getestet habe ich den Copilot im Browser.
Kosten: Free und Plus
| Tarif | Preis | Wichtigste Funktionen |
|---|---|---|
| Free | kostenlos | automatischer Import von über 350 Anbietern, unbegrenzt Portfolios, Haushaltsbuch, 1 Budget, Analyse, 1 Watchlist |
| Plus | 69,99 € im Jahr (5,83 € im Monat) | unbegrenzt Budgets und Watchlists, erweiterte Analyse, Index-Vergleich, Dividendenkalender, erweiterte Kennzahlen, CSV-Export |
Plus kannst du 7 Tage kostenlos testen und jederzeit kündigen (Stand: November 2026).
Der kostenlose Tarif ist sehr großzügig: Automatischer Import und unbegrenzt Portfolios gibt es bei Parqet nur eingeschränkt. Plus ist mit 69,99 € im Jahr der günstigste Bezahl-Tarif im Test, günstiger als Getquin Premium (89,99 €) und deutlich günstiger als Parqet Plus (11,99 € im Monat). Laut Finanzfluss finanziert sich der Copilot über die Plus-Abos und nicht über den Verkauf von Daten.
Ist der Finanzfluss Copilot sicher?
Ja, der Copilot ist seriös. Dahinter steht die Finflow GmbH aus Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg. Zur Sicherheit sagt Finanzfluss:
- Die Daten liegen verschlüsselt auf Servern in Deutschland.
- Über den Copilot kann niemand Aufträge erteilen oder Geld bewegen.
- Daten werden nicht verkauft und nicht für Werbung weitergegeben.
Die automatische Anbindung läuft über wealthAPI. Beim Verbinden landest du auf deren Seite, gibst dort deine Zugangsdaten ein und kannst entscheiden, ob sie gespeichert werden. wealthAPI wird laut eigener Angabe von der BaFin beaufsichtigt und ist nach ISO 27001 zertifiziert.

Wer keine Zugangsdaten herausgeben möchte, nutzt den PDF- oder CSV-Import.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Vorteil: Über 350 Banken, Broker und Krypto-Anbieter automatisch, dazu PDF und CSV
- Vorteil: Automatischer Import von Krypto-Börsen wie Kraken und Bison
- Vorteil: Kostenloser Tarif mit unbegrenzt Portfolios und Haushaltsbuch
- Vorteil: Günstiges Plus für 69,99 € im Jahr
- Vorteil: Server in Deutschland, Anbindung über BaFin-beaufsichtigten Partner
Nachteile
- Nachteil: Viele Hinweise und Werbung für Versicherungen
- Nachteil: Mit Budget, Haushaltsbuch und Versicherungen überladen
- Nachteil: Dividendenkalender und Prognosen erst mit Plus
- Nachteil: Keine Wallets und DeFi, kein Krypto-Steuerbericht
Copilot, Parqet oder Getquin?
| Finanzfluss Copilot | Parqet | Getquin | |
|---|---|---|---|
| Gesamtnote | 8,0 | 8,1 | 7,6 |
| Bezahl-Tarif ab | 69,99 € im Jahr | 11,99 € im Monat | 89,99 € im Jahr |
| Automatische Anbindung | über 350 Anbieter | 5 Broker | über 30 Broker |
| Krypto | Krypto-Börsen wie Kraken und Bison automatisch, sonst von Hand | von Hand oder per CSV | nur von Hand |
| Dividenden kostenlos | Grundübersicht | Dashboard | Grundübersicht |
| Extras | Haushaltsbuch, Budget, Versicherungen | X-Ray, Steuer-Dashboard (Plus) | Community, KI-Analyse |
| Bedienung | überladen | aufgeräumt | überladen |
Stand: November 2026. Den ausführlichen Vergleich liest du in meinen Tests zu Parqet und Getquin.
Mein Fazit aus dem Vergleich: Wer Wert auf einfachen Import und Krypto legt, ist beim Copilot am besten aufgehoben. Wer einen ruhigen Überblick über ETFs und Dividenden will, bleibt bei Parqet.
Finanzfluss Copilot Alternativen
- Parqet: aufgeräumter Tracker mit starkem Dividenden-Dashboard schon kostenlos, siehe Parqet im Test.
- Getquin*: unbegrenzt Verbindungen kostenlos, Community und KI-Analyse, siehe Getquin-Erfahrungen.
- CoinTracking*: für Krypto mit über 400 Börsen und Wallets und Steuerbericht.
Alle getesteten Tracker findest du unter Portfolio-Tracker im Test.
Fazit: Für wen sich der Finanzfluss Copilot lohnt
Der Finanzfluss Copilot hat mich beim Import überzeugt: über 350 Anbieter, fünf Wege für jeden Broker und Krypto-Börsen wie Kraken und Bison automatisch. Der kostenlose Tarif ist großzügig, Plus der günstigste Bezahl-Tarif im Test. Damit landet der Copilot in meinem Test knapp hinter Parqet.
Abzüge gibt es für die Bedienung: Mit Haushaltsbuch, Budgets und vor allem den vielen Versicherungs-Hinweisen ist der Copilot überladen. Wer nur sein Depot im Blick behalten will, findet Parqet angenehmer. Wer Depot, Krypto und Girokonto an einem Ort haben möchte, ist beim Copilot richtig.
Einen Partnerlink zum Copilot habe ich nicht. Ich empfehle ihn, weil er mich im Test überzeugt hat.

Bester Import im Test
Finanzfluss Copilot8,0/10
- Über 350 Anbieter automatisch
- Krypto-Börsen wie Kraken automatisch
- Plus für 69,99 € im Jahr
Warnung
Keine Anlageberatung: Dieser Testbericht zeigt meine persönlichen Erfahrungen. Kryptowährungen und Wertpapiere schwanken stark, du kannst Geld verlieren. Triff Anlageentscheidungen selbst und informiere dich vorher gründlich.
Einzelnoten
Import & Synchronisation (25 %)
9,5/10Über 350 Banken, Broker und Krypto-Anbieter automatisch, dazu PDF-, CSV- und Datei-Import mit Buchungserkennung. Mein Depot war in wenigen Minuten verbunden, Bison und Trade Republic stehen direkt in der Auswahl. Die besten Importfunktionen im Test.
Analyse & Auswertung (20 %)
7,5/10Positionen, Analyse mit Aufteilung und Reverse Breakdown, Kennzahlen wie TWROR und interner Zinsfuß und ein eigener Steuer-Bereich. Dividendenkalender, Prognosen und Index-Vergleich gibt es aber erst mit Plus.
Krypto-Tracking (15 %)
7/10Krypto-Börsen wie Kraken (per API) und Bison importiert der Copilot automatisch. Coins findest du über Name oder Ticker, die Kurse kommen automatisch. Wallets und DeFi deckt der Copilot nicht ab, für die Krypto-Steuer reicht er nicht.
Bedienung & App (15 %)
6,5/10Aufgeräumte Oberfläche im Browser und App für iOS und Android. Mit Budget, Haushaltsbuch und vor allem den vielen Versicherungs-Hinweisen wirkt der Copilot aber überladen.
Preis-Leistung (15 %)
9/10Der kostenlose Tarif enthält automatischen Import, unbegrenzt Portfolios und das Haushaltsbuch. Plus kostet 69,99 € im Jahr (rund 5,83 € im Monat) und ist damit der günstigste Bezahl-Tarif im Test.
Datenschutz & Support (10 %)
7,5/10Daten laut Finanzfluss verschlüsselt auf Servern in Deutschland, die Bank-Anbindung läuft über den BaFin-beaufsichtigten Partner wealthAPI mit ISO-27001-Zertifikat. Abzug, weil die Zugangsdaten beim Partner eingegeben werden und der Copilot stark für Versicherungen wirbt.





